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Günther Tschif Windisch

 

bürgerlich Günther Franz Windisch (8.10.1943 -7.05.2017) war lt. Wikipedia ein österreichischer Maschinenbauingenieur und Schriftsteller, stammte aus Leoben und war nach seiner technischen Ausbildung und zahlreichen Auslandsaufenthalten u.a. in Rumänien, Russland, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Holland, Schweden, Indien und USA als Verfahrenstechniker für Pultrusionstechnologie Pionier auf diesem Gebiet tätig und hielt Fachvorträge in Brüssel, Freudenstadt, Düsseldorf, Cleveland und Cincinnati. Der Rufname „Tschif“ entstand auf einer dieser Reisen in den USA, aus den Initialen seiner beiden Vornamen „Günther Franz“.

 

Günther Tschif Windisch arbeitete als freier Journalist, Schriftsteller und Dialektautor. Er engagierte sich in Kulturvereinen, war Vorsitzender der Kulturinitiative „tmbh marketing“, Vorstandsmitglied der Ö.D.A. (Österreichische DialektautorInnen und -archive), des „Kulturvereins Tschocherl“ und der „Gesellschaft zur Realisierung internationaler Poetry Slams G.R.I.P.S.“, Mitglied der „Kulturinitiative Klopfzeichen“, des Kulturvereins „Zeitwerkstatt“, „Loser Kulturverein“, „1. Wiener Lesetheater“, Redaktionsmitglied der Dialektzeitschrift „Morgenschtean“ sowie Redaktionsmitglied im Kunst- u Kulturradio MW 1476.

 

Seit seiner ersten Teilnahme bei einem Poetry-Slam (Herbst 2005 - textstrom Wien, 3. Platz) war dieses Literaturgenre seine große Leidenschaft.

 

Er gründete 2006 den weltweit einzigen, regelmäßig ausgetragenen Dialekt-Poetry-Slam in Wien („wos host gsogt?“ im Tschocherl) und organisierte seit Feber 2008 den „Poetry Slam Leoben (Kulturkeller KUKE, Dominikanerhof LCS und im Habakuk), war seit 2012 Veranstalter der „Poetry Slam Landesmeisterschaft Steiermark & Kärnten“ und war Organisator und Slammaster der österr. Meisterschaft „ö slam 2012“ in Leoben.

 

Neben zahlreichen Slamauftritten in Österreich, Deutschland und der Schweiz widmete sich Tschif Windisch vor allem der Jugendarbeit, hielt Vorträge an der Universität Wien und organisierte und leitete zahlreiche Workshops an Schulen in Niederösterreich, dem Burgenland und in der Steiermark. Daraus entwickelten sich auch verschiedene U 20 Bewerbe, so die „steirische U 20 Poetry Slam Landesmeisterschaft“ und im Jahr 2014 die ersten österreichischen U 20 Meisterschaften „U 20 ö slam 2014“ in Leoben.

 

Günther Tschif Windisch wurde 2014 mit dem Kulturpreis der Stadt Leoben ausgezeichnet.

 

Mehrere Vorträge am Germanistik-Institut der Universität Wien.

Poetry Slam Teilnahmen:

 

3. Platz der österr. Poetry Slam Meisterschaft „ö slam 2007“

Sieg beim internationalen „PEN-Club Slam“ (Linz)

Sieg Minoriten Slam (Graz)

Sieg beim Post-Skriptum-Slam (Linz)

Sieg beim "Völkaslam" in Völkermarkt (erster Poetry-Slam in Kärnten)

Sieg beim AGORA Slam (Wien)

Sieg beim Beschleunigungs Slam im Ensembletheater (Wien)

Sieg beim Seewiesen Slam (Kleinreifling)

Sieg beim DTS - Slam im Lokativ (Wien)

Sieg beim Karfreitagsslam Cinema Paradiso (St. Pölten)

Sieg beim Rostfest-Slam 2015

Siege beim "Bus Bim Slam“ (Wien)

2. Platz beim Slang-Slam in Wr. Neustadt

2. Platz bei "textstrom goes open air" im Metropol 

2. Platz "Solaris Slam" Linz

2. Platz beim Slam Cup im Prückl

2. Platz bei "Augschburg slamt" (Augsburg)

2. Platz beim int. Poetry Slam Buchs (CH)

3. Patz beim Seedosen-Slam St. Pölten

3. Platz beim Posthof-Slam in Linz

3. Platz beim Uni - Slam (Universität Wien)

3. Platz "Solaris Slam" Linz

3. Platz bei Drama Slam im Theater an der Gumpendorferstraße („TAG“)

 

Teilnahme an der Poetry Slam Show im Kasino Burgtheater Wien

Teilnahme beim "Grand Slam of Poetry" (Metropol)

Teilnahme beim Dialekt Slam " slam 2010" Düsseldorf

Teilnahme beim "slam 2011" in Hamburg

 

sowie zahlreiche weitere Platzierungen bei div. Slams (u.a. in Ravensburg, St. Gallen (CH), Landestheater St. Pölten, Slam B im Literaturhaus Wien, Brut im Konzerthaus, DTS Slam im Lokativ, Museumsquartier Wien, Seedosen-Slam, Innsbruck, Dornbirn, Graz, Villach, Celley Mühle Oslip, Horn ... )

 

Organisation des Projektes „Dialekt schmeckt“ 2012 und 2013 in NÖ (Ternitz, Wr. Neustadt, Hochwechsel)

 

seit 2009 monatliche Lesebühne „tmbh open mic“ im headquarter (Wien)

Organisation und Moderation des „dead or alive“ – Poetry Slams im Rahmen des Festivals „steirischer herbst 2015“

Günther Windisch starb am 7.Mai 2017 nach einer schweren Krankheit.

Freisinger